Verfasst von Bastian Meyer am Mittwoch, 29. Oktober 2008, 01:23
Diese Woche hat sich grosses Ereignet: Am Mittwoch bin ich bei den Huismans aus- und bei den Hubers eingezogen. Damit bin jetzt bei meiner „richtigen“ Familie angekommen. Bis auf den Umzug und dass Donnerstag und Freitag frei waren, ist diese Woche nichts passiert.
Mark und Thriesa Hubers haben insgesamt sechs Kinder, wovon drei schon ausgezogen sind. Anna ist die aelteste und momentan schwanger, danach kommen Amber und Angela. Noch zuhause wohnen Nathan (18 & ebenfalls Senior), Alicia (16 & Sophomore) und April (13 & Achtklaessler). Das Haus ist relativ gross. Ich habe sogar ein Wasserbett.
Noch mal zu den Wahlen: Die Praesidentschaftswahlen sind natuerlich nur alle vier Jahre, allerdings sind die Wahlen fuer das Repraesentantenhaus und einen Drittel des Senats sowie alle anderen moeglichen (lokalen) Aemter alle zwei Jahre (sog. „Off Year Election“).
Der Benzinpreis ist noch weiter gesunken; bei uns war er heute bei 2,599$.
Die Teilnahme an der Umfrage ist nicht ganz so ueberrangend, wie ich angenommen habe. Wer noch nicht geantwortet hat, kann das aber gerne noch nachholen.
Mehr gibt es im Moment leider nicht, die Tastaturen sind recht schwergaengig und auch die beiden Computer sind nicht gerade die besten, weshalb es auch keine Fotos gibt. Allerdings habe ich vor, mir demnaechst einen Laptop zu kaufen; dann gibt es wieder mehr.
Verfasst von Bastian Meyer am Dienstag, 21. Oktober 2008, 02:40
Wow – inzwischen ist sogar schon ein Viertel meiner gesamten Zeit hier um! Das dritte Quartal wird am 6. Januar, das vierte am 24. Maerz starten.
Seit neuestem gibt es jetzt hier auch die Moeglichkeit, Umfragen zu erstellen. Das muss ich natuerlich sofort ausprobieren und daher wuerde ich gerne von euch wissen, wie haeufig ihr hier so reinschaut.
Mi, 15.10.2008: Am Abend war in Crown Point, einer etwa halben Stunde entfernten Stadt, ein Treffen zwischen amerikanischen Schuelern und Austauschschuelern. Die amerikanischen Schueler haben den Austauschschuelern fragen gestellt. Die High School, in der das Treffen stattfand, organisiert dieses jedes Jahr, um den amerikanischen Schuelern andere Kulturen naeher zu bringen.
Do, 16.10.2008: Am Abend war unser Herbstkonzert. Es lief sehr gut und hat sehr viel Spass gemacht. Jon hat netterweise ein paar Fotos gemacht. Wohl eher aus Versehen hat er auch ein Video gemacht, das etwa vier Sekunden lang ist. Ich kann es leider hier nicht hochladen; wer es haben moechte (die Band spielt gerade), kann es mir mitteilen und erhaelt dann eine relativ grosse Email mit dem Video von mir.
Sa, 18.10.2008: Wir sind schon um 6:00 Uhr morgens aufgestanden (das ist frueher als zur Schulzeit!), da wir nach Chicago gefahren sind. Unterwegs haben wir bei McDonald’s gefruehstueckt (schon das dritte Mal hier – damit hat sich die Gesamtanzahl aller meiner McDonald’s-Fruehstuecke mehr als verdoppelt). In Chicago waren wir mit dem Fahrrad unterwegs – wesentlich einfacher und billiger als mit dem Auto. Zuerst waren wir auf einem Wochenmarkt, danach im Zoo von Chicago, der immer kostenlos ist. Spaeter sind entlang des Michigan-Sees zum Navy-Pier, einem alten Pier der Navy, der heute eine Geschaefte enthaelt, gefahren. Anschliessend sind wir zum Millenium-Park gefahren, wo eine grosse, glaenzende Bohne steht. Hinterher sind wir zum Adler-Planetarium gefahren, wo wir Karten fuer eine Vorstellung zwei Stunden spaeter ueber den Nachthimmel ueber Chicago gekauft haben. Waehrend der Wartezeit waren wir dann zwischen den Wolkenkratzern. Eigentlich wollten wir waehrenddessen auch auf den Sears-Tower, den derzeit hoechsten Wolkenkratzer der USA, mussten aber aufgrund der zu langen Wartezeit darauf verzichten. Da wir noch Zeit hatten sind wir dann zu einem grossen Pferdekopf von Picasso gefahren und danach dann endlich ins Planetarium gegangen. Zum Schluss waren wir noch Pizza essen.
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Noch zwei Wochen, dann sind hier Wahlen. Und zwar nicht nur fuer den Praesidenten, sondern auch fuer den US-Senat, das Repraesentantenhaus, den Governor von Indiana, den Senat von Indiana sowie das County, denn alle Wahlen sind in den USA immer am ersten Dienstag nach dem ersten Montag im November eines geraden Jahres. Dadurch sieht man momentan an den Strassen viele Schilder fuer alle moeglichen Personen.
Um an der Wahl teilnehmen zu koennen, muss man sich in den USA registrieren. Da wir in Government so ein Registrierungsformular bekommen haben, habe ich meines mal eingescannt und unten bei den Fotos angehaengt.
Nun zum eigentlichen Praesidentenwahlkampf: Obama liegt momentan in den Umfragen gluecklicherweise vorne. Ein Grund dafuer ist, dass McCain mit der Wahl von Sarah Palin als Vize-Praesidentschaftskandiatin wohl doch keine so gute Wahl getroffen hat. Ich weiss nicht, in wie weit ihr das mitbekommen habt, aber bei einem Interview vor einigen Wochen hat sie sich ziemlich blamiert (u.a. hat sie sich selbst als Auslandsexpertin bezeichnet, weil sie Russland von ihrem Staat Alaska aus sehen kann. Ihren ersten Reisepass hat sie aber erst letztes Jahr bekommen, da sie alaskische Truppen besucht hat…). Nun sind viele Amerikaner besorgt darueber, dass McCain stirbt, waehrend er Praesident ist (er ist immerhin schon 72 Jahre alt und damit waere er schon zu Beginn seiner Zeit der aelteste Preasident der USA), und dadurch Sarah Palin Praesidentin wuerde (falls der Praesident stirbt, wird automatisch der Vize-Praesident zum Praesidenten und ernennt dann einen neuen Vize-Praesidenten. Falls beide relativ gleichzeitig sterben sollten, wird automatisch der „Speaker of the House“, das hoechste Amt im Repraesidentenhaus, zum Praesidenten).
Was allerdings viele bei Obama stoert, ist, dass er fuer Abtreibung ist. Das sorgt natuerlich besonders in christlichen Gebieten wie hier fuer keine gute Stimmung. Ausserdem gibt es viele, die behaupten, Obama sei eigentlich ein Muslim.
Indiana ist, wie nicht anders zu vermuten, immer sicher fuer die Republikaner gewesen und hat schon seit 1964 nicht mehr fuer die Demokraten gestimmt, sodass es hier eigentlich keinen Wahlkampf gibt, da es sich nicht lohnt. Allerdings ist es dieses Jahr laut Umfragen relativ knapp, sodass hier eventuell noch was passieren koennte.
In Government beschaeftigen wir uns momentan mit der Legislative, ich habe mal einige interessante Fakten hier zusammengestellt. Wir werden uns vor der Wahl auch noch mit der Exekutive beschaeftigen, sodass es dann noch mehr Infos gibt.
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Die Legislative (Kongress) ist in zwei Kammern unterteilt, den Senat und das Repraesentantenhaus. Der Senat besteht aus 100 Mitgliedern, je zwei pro Staat, das Repraesentantenhaus aus 435 Mitgliedern, basierend auf der Bevoelkerung des Staates (Indiana hat mit etwa 6 Millionen Einwohnern neun Mitglieder im Haus). Um als Repraesentant antreten zu koennen, muss man mindestens 25 Jahre alt sein, fuer mindestens 7 Jahre die US-amerikanische Staatsbuergerschaft haben und in dem Staat leben, fuer den man antritt. Fuer den Senat sind ein Altersminimun von 30 Jahren, eine Buergerschaft von mindestens 9 Jahren, sowie ein Wohnsitz fuer den Staat, in dem man antritt, notwendig. Das normale Mitglied des Kongresses (die gesamte Legislative) ist ein weisser Mann in seinen Fuenfzigern. Allerdings ist die Anzahl von Frauen und Minderheiten immer weiter gestiegen (mehr dazu unten). Ein normales Mitglied verdient jaehrlich – egal ob Senator oder Repraesentant – 165.200$, der Speaker of the House 212.100$ und Mehrheiten- sowie Minderheitenfuehrer 183.500$. Die Abgeordneten koennen ihre Loehne selbststaendig erhoehen, allerdings werden diese Erhoehungen erst nach der naechsten Wahl aktiv. Ausserdem sind die meisten Mitglieder sowieso schon reich, da der Wahlkampf, den jeder, der antritt, komplett finanzieren muss (auch die Praesidenten), sehr teuer ist.
Afro-Amerikaner: 42 im Haus, 1 im Senat (wer das wohl ist?)
Hispanische: 24 im Haus, 3 im Senat
Religionen im Haus:
Roemisch-Katholisch: 130
Baptistisch: 54
Methodistisch: 45
Juedisch: 30
Mormonen: 11
Christlich-Reformiert: 1
Muslimisch: 1
Religionen im Senat:
Roemisch-Katholisch: 25
Methodistisch: 13
Juedisch: 13
Die beiden Senatoren von Indiana sind Richard Lugar (Republikaner) und Ewan Bayh (Demokrat), der Repraesentant fuer diesen Bezirk von Indiana ist Pete Visclosky (Demokrat), der demnaechst auch bei uns in Government als Gastredner kommen wird.
Hier sind noch mal zwei Videos zu den Wahlen, die alle nicht ganz ernst zu nehmen sind. Beide sind englisch, das erste mit englischen Untertiteln.
Falls die Videos nicht funktionieren sollten, liegt das wahrscheinlich daran, dass ein PlugIn fehlt. Ihr solltet aber automatisch darauf hingewiesen werden. Folgt dann einfach den Anweisungen.
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Nochmal zum Benzinpreis: Der ist noch weiter runter gekommen, am Samstag Abend lag er bei 2,819$ (In Chicago ber 4,059$…). Jon hat erzaehlt, dass er vor 2001 fuer unter 1,50$ tanken konnte – einmal hat er es sogar geschafft fuer 22 Cent (!) zu tanken (Ok, dass war 1961).
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Hier sind noch mal ein paar Fast-Food-Ketten, die ich letzte Woche noch nicht hatte (und ich bin mir sicher, dass ich immer noch nicht alle habe). Ich habe mal die gesamte Liste eingefuegt und die neuen (Fuenf Stueck) unterstrichen:
Verfasst von Bastian Meyer am Mittwoch, 15. Oktober 2008, 03:05
Diese Woche ist nichts besonderes passiert und da mir langweilig ist, werde ich micht jetzt mal mit dem Essen beschaeftigen. Naechste Woche werde ich mich mal mit dem US-Wahlkampf und der Wahl auseinander setzen.
Fruehstueck: Zum Fruehstueck gibt es meistens einfach Cornflakes. Diese gibt es in unglaublich vielen Varianten und alle Varianten gibt es von unglaublich vielen Herstellern, sodass es unglaublich (ich mag das Wort) viele Produkte gibt. Einige gibt es auch in Deutschland, aber nicht alle (zumindest habe ich sie bei uns noch nicht gesehen). Manchmal, meistens Sonntag, haben wir auch die amerikanischen Pfannkuchen, die kleiner, dafuer aber dicker, sind und anders schmecken (schwer zu beschreiben). Dazu gibt es dann noch Wuerstchen (Cevapcici-aehnlich) und Ahornsirup. Zu trinken gibt es meistens Orangensaft.
Mittagessen: Das Mittagessen haengt sehr stark davon ab, wann und wo wir essen. In der Schule muss sich bis auf Dienstags, dann gibt es Hot Lunch, jeder selber was mitbringen. Das koennen einfache Sandwiches sein, Joghurt oder auch warme Speisen sein, die dann in den Mikrowellen, die es gibt, wieder aufgewaermt werden koennen. Einmal pro Quartal (das erste endet diesen Freitag) gibt es Off-Campus-Lunch; dann darf jeder da essen, wo er moechte, meistens eine der vielen Fast-Food-Ketten, die es auch hier gibt (mehr dazu gleich). Sonntags gibt es immer ein besonderes Essen, das immer wieder variiert. Auch dazu gleich mehr.
Abendessen: Das Abendessen ist eigentlich immer warm. Manchmal holen wir aber auch einfach nur was von einem Fast-Food-Restaurant.
Generelles zum Essen: Zum Essen gibt es eigentlich immer Melone. Relativ haeufig gibt es auch gruene Bohnen und Mais. Besonders beliebt sind BLTs, einfache Sandwiches: Eine getoastete Toastbrotscheibe mit Mayonaise bestreichen, gebratenen Bacon, Salat (Lettuce) und Tomate drauflegen und mit einer weiteren Toastbrotscheibe abschliessen. Einfach und lecker. Selbstgemachte Hamburger gibt es auch recht haeufig; das Hamburgerfleisch ist frisch und wird dann selber auf dem Grill gegrillt. Gegessen wird nur mit der Gabel, alles, was geschnitten werden muss, wird vorher mit dem Messer geschnitten oder einfach, wenn es weich genug ist, mit der Gabel zerkleinert.
Fast-Food: Es gibt viel mehr Fast-Food-Ketten hier, bisher habe ich wirklich nur eine kleine Auswahl davon in Deutschland gesehen. Hier mal die, die mir grade einfallen, nach angebotenem Essen sortiert.
Hamburger: McDonald’s, Burger King, Wendy’s, White Castle, Applebee’s, Dairy Queen
Sandwiches: Subway, Quizno Sub
Pizza: Pizza Hut
Huehnchen: Kentucky Fried Chicken
Kaffee: Starbucks
Falls mir noch mehr einfallen, werde ich die Liste noch ergaenzen bzw. in einem weiteren Eintrag weiterfuehren.
Deutsches Essen in den USA: Es gibt tatsaechlich auch deutsches Essen hier. Meistens handelt es sich dabei zwar nur um „bratwurst“, aber ich habe auch schon echtes deutsches Brot bei Aldi gefunden. Das ist nicht nur weiches, dunkles Brot, sondern echtes festes Brot. Deutsches Essen wird meistens mit dem deutschen Namen beworben; bei dem Brot stand allerdings nur „Deutsche Kueche“ (mit echtem „ü“) drauf.
Auf Nachfrage ist hier jetzt noch mal der Text meines Zeitungsartikels von letzter Woche:
Town council president visits Covenant Christian students
„How many Cubs fans are here?“ With this question, DeMotte’s town council president Mark Boer addressed the Senior Government class at Covenant Christian High School on Wednesday, September 17. Some raised their hands, as did Mr. Boer. „And how many are White Sox fans?“ Again, some raised their hands, but this time with laughter, because Mark Boer raised his hand again. „Colts fans?“ „And Chicago Bears fans?“ He raised has hand at both questions, causing more laughter. „See, you can’t tell what I am a fan of, but I can tell you what you like. That’s very important in town government: The people do not need to know what we like, but we must know what the people like.“
Mark Boer was the third of several guest speakers in Joe Venema’s senior Government class.
In 1984 Boer joined DeMotte’s town council, and five years later, in 1989, he became its president. Boer’s job is to plan projects and make them happen.
At the moment, his project is town water. „We hope we can start it next summer“, he says. Water quality is a big issue in DeMotte, and without a new system, the water standards won’t be passed in the future. The water tower will be located in a two acre corner south east of Spencer Park, with water being pumped from north of town. Home-owners will enjoy better quality water and benefit from lower insurance rates.
„What is politics?“ Boer continues. „Boring!“ someone shouts, which causes a lot of laughter. „Honesty is good – sometimes“, Boer answers smiling, „I think, politics is the process of a group of people making decisions. So, even in churches there’s politics.“ Boer explained DeMotte’s local government. Five town council members each work in a special sector. Every month the town council meets for an hour and a half. The town government efficiently handles 2.8 million dollars every year, while most towns struggle to keep their money flowing.
In response to a student question about being mayor, Boer explained that in Indiana, towns have a government without a mayor, while cities have a mayor. „Theoretically DeMotte can become a city, but I don’t know the process.“
Submitted by Bastian Meyer, CCHS exchange student
Hier noch mal die Uebersetzung fuer alle, die nicht den englischen Text lesen koennen oder wollen. Die Uebersetzung von „town“ und „city“ ist nicht allzu passend, aber es gibt im Deutschen keine andere Moeglichkeit. Die Cubs, White Sox, Colts und Chicago Bears sind Baseball-Teams.
„Wie viele Cubs-Fans sind hier?“ Mit dieser Frage eroeffnete DeMottes Kleinstadtrat-Praesident Mark Boer die Covenant Christian High Schools Senior-Politikklasse am Mittwoch, dem 17. September. Einige melden sich, zusammen mit Mr. Boer. „Und wie viele sind White Sox-Fans?“ Abermals melden sich wieder ein paar, dieses Mal allerdings mit Gelaechter, da sich auch Mark Boer wieder gemeldet hat. „Colts-Fans?“ „Und Chicago Bears-Fans?“ Er meldete sich beide Male, mehr Gelaechter hervorrufend. „Seht ihr, ihr koennt nicht sagen, von welchem Club ich Fan bin, aber ich kann sagen, was ihr moegt. Das ist sehr wichtig in der lokalen Politik: Die Einwohner brauchen nicht zu wissen, was wir [die Politiker] moegen, aber wir muessen wissen, was die Einwohner moegen.“
Mark Boer war der dritte von einigen Gastrednern in Joe Venemas Senior-Politikklasse.
1984 kam er zum Stadtrat und fuenf Jahre spaeter, 1989, wurde er dessen Praesident. Seine Aufgabe ist es, Projekte zu planen und in die Tat umzusetzen.
Sein aktuelles Projekt ist das Wasser der Stadt. „Wir hoffen, dass wir im naechsten Sommer damit starten koennen“, sagt er. Die Wasserqualitaet ist ein grosses Problem in DeMotte und ohne ein neues Wassersystem wuerden die Wasserstandards in Zukunft nicht mehr erreicht werden. Der Wasserturm wird in einer Zwei-Acre [etwa 8200 Quadratmeter] grossen Ecke im Suedosten des Spencer-Parks gelegen sein; das Wasser wird vom Norden der Stadt dorthin gepumpt. Hausbesitzer werden sich ueber die bessere Wasserqualitaet freuen und von niedrigen Versicherungsraten profitieren.
„Was ist Politik?“, faehrt Boer fort. „Langweilig!“, ruft jemand, was lautes Gelaechter verursacht. „Ehrlichkeit ist gut – manchmal“, erwidert Boer laechelnd, „Ich denke, Politik ist der Prozess einer Gruppe von Personen, die Entscheidungen trifft. So gesehen ist sogar in Kirchen Politik vorhanden.“ Boer erklaerte [ausserdem] DeMottes lokale Regierung. Fuenf Stadtratmitglieder arbeiten in jeweils einem speziellen Bereich. Jeden Monat treffen sich diese Mitglieder fuer anderthalb Stunden. Die Stadtregierung handhabt jaehrlich 2,8 Millionen Dollar effizient, waehrend die meisten Kleinstaedte es nicht schaffen, vernuenftig mit ihrem Geld umzugehen.
Auf die Frage eines Schuelers ueber Buergermeister antwortete Boer, dass in Indiana Kleinstaedte eine Regierung ohne Buergermeister haben, waehrend Grossstaedte einen Buergermeister haben. „Theoretisch koennte DeMotte eine Grossstadt werden, allerdings kenne ich nicht den [dafuer notwendigen] Prozess.“
Eingereicht von Bastian Meyer, CCHS-Austauschschueler
Noch mal was zum Benzinpreis. In der letzten Woche ist der Preis um mehr als einen Dollar pro Gallon hier gefallen, sodass er heute hier wieder bei 3,099 Dollar pro Gallon liegt, an anderen Tankstellen liegt er sogar bei unter 2,90 Dollar.
Wer moechte, darf natuerlich auch mir gerne Fotos schicken.
Am Mittwoch, dem 8. Oktober, habt ihr uebrigens einen neuen Besucherrekord aufgestellt: Mit 123 Aufrufen ist erstmals die 100er-Tagesgrenze durchbrochen. Dadurch ist der Oktober bereits jetzt der bislang beste Monat mit mehr als 500 Besuchern in der Mitte des Monats. Weiter so!
Verfasst von Bastian Meyer am Mittwoch, 8. Oktober 2008, 02:36
Die Besucherzahl hat inzwischen schon die 1000er-Grenze durchbrochen! Vielen Dank fuer die vielen Aufrufe!
Erst noch mal ein „Herzlichen Glueckwuensch“ nachtraeglich an Oma!
Das Wochenende war wunderschoen, auch wenn die Naechte kurz, dafuer aber die Fahrten lang waren. Ich habe 487 Fotos machen koennen. Eine kleine Auswahl ist wie immer unten.
Do, 02.10.2008: In Government haben wir immer mal wieder einige Gastredner sowohl aus lokaler Ebene als auch aus dem US-Senat. Da wir fuer Composition einen Zeitungsartikel bei einer lokalen Zeitung einreichen muessen (vom Staat Indiana gefordert), habe ich meinen ueber Mark Boer, einen Politiker im Stadtrat, geschrieben. Heute ist dann der Artikel in der woechentlich erscheinenden Zeitung erschienen. Der Artikel ist unten zu finden.
Sa, 04.10.2008: Da wir uns bereits um 7:15 Uhr am etwa 30 Minuten Treffpunkt treffen wollten, musste ich bereits um 5:45 Uhr aufstehen. Mein Freund Robert hat mich 6:30 Uhr abgeholt, da er mitgekommen ist. Gegen Mittag waren wir im Amish Country. Ich hatte mir irgendwie mehr vorgestellt; im Grunde war es eine normale Stadt, in der relativ viele Amische leben. Es war aber trotzdem sehr interessant. Die Amischen fahren in Kutschen und kleiden sich wie vor 150 Jahren. Wir hatten eine Stunde, um uns in der Stadt umzusehen.
Danach sind wir weiter nach Cedar Point gefahren, wo wir gegen 17:00 Uhr (inzwischen Eastern Time) angekommen sind. Robert und ich sind zuerst in Millenium Force gegangen. Nach etwa 1,5 Stunden Wartezeit durften wir dann die 80 Grad steile Abfahrt geniessen. Die Fahrt war wirklich unglaublich. Es gab auch schon einige Dokumentationen im deutschen Fernsehen ueber diese Achterbahn. Es ist eindeutig die beste! Danach sind wir in Top Thrill Dragster gegangen. Auch hier mussten wir zwei Stunden warten. Dafuer wurden wir aber mit der zweitschnellsten und -hoechsten Achterbahn der Welt belohnt: In 3,8 Sekunden beschleunigt der Zug auf knapp 200 km/h und rast dann im 90 Grad-Winkel den etwa 130 Meter hohen Huegel hoch und dann wieder runter. Die schnellste und hoechste Achterbahn der Welt ist „Kingda Ka“; wer in letzter Zeit N24 und Co gesehen hat, wird wahrscheinlich auch eine Reportage ueber den Bau dieser Achterbahn gesehen haben. Top Thrill Dragster ist ebenfalls einfach unglaublich und macht einfach nur Spass. Danach sind wir ausversehen in eine Geisterbahn mit lebenden Schauspielern gegangen. Man muss selber hindurch gehen und wir hatten einige Maedchen vor uns, sodass wir eigentlich immer vorgewarnt waren. Allerdings hatten wir etwa 2 Meter Abstand zu ihnen und wurden von einem Schauspieler nicht bemerkt, der hinter den Maedchen hinterher geschlichen ist. Als er dann wieder zu seinem Platz zurueckkehren wollte, haben wir ihn dann erschreckt! Danach sind wir dann in eine Indoor-Achterbahn gegangen, die allerdings nichts besonderes war. Zum Schluss sind wir noch zweimal in Demon Drop gewesen. Das besondere daran ist, dass man fuer etwa zwei Sekunden im freien Fall ist, und somit schwerelos. Um Mitternacht sind wir dann zum Hotel gefahren und um 2:00 Uhr konnten wir dann ins Bett gehen. Fuer alle 17 Achterbahnen des Parks braeuchte man sicher mindestens zwei Tage.
So, 05.10.2008: Den ganzen Vormittag ueber sind wir zu den Niagarafaellen gefahren, wo wir gegen 16:30 Uhr angekommen sind. Die Niagarafaelle sind wirklich unglaublich, allerdings habe ich sie mir immer wesentlich lauter vorgestellt, als sie wirklich sind. Da man die Faelle nur schwer beschreiben kann, sind unten einige Fotos, und auch die koennen alles nur schwer wiedergeben. Man muss wirklich vor Ort sein. Um 18:00 Uhr sind wir dann nach Kanada gegangen, wo wir eine Stunde Zeit hatten. Als wir um 19:00 Uhr zurueckkehren wollten, mussten wir erst 50 Cent an die USA zahlen, um wieder einreisen zu duerfen… Zum Schluss sind wir wieder vier Stunden zum Hotel gefahren, sodass wir auch heute erst gegen 2:00 Uhr ins Bett konnten.
Mo, 06.10.2008: Am Vormittag waren wir in der Rock’n'Roll Hall of Fame in Cleveland, Ohio. Da der Eintritt ins Museum 25$ gekostet haette, waren wir nur im Shop. Dort habe ich mir eine Beatles-CD gekauft (es fiel mir schwer, nicht alle zu kaufen…). Danach sind wir wieder zurueck nach Indiana gefahren. Am Nachmittag waren wir noch in einer Mall, die allerdings nur Bekleidungsgeschaefte hat… Um 21:45 Uhr war ich dann wieder zuhause.
Das Wochenende war wirklich klasse und die 125$ wert. Es sind wie gesagt viele Fotos entstanden. Von Cedar Point habe ich keine Fotos gemacht; ich hatte keine Lust, meine Kamera in einer Achterbahn zu verlieren und habe sie deshalb im Auto gelassen.
Herbstferien gibt es eigentlich keine; der Montag war fuer uns nur frei, da wir uns vorher abgemeldet hatten.
Verfasst von Bastian Meyer am Freitag, 3. Oktober 2008, 01:37
Heute habe ich mehr Infos zum naechsten Wochenende bekommen. Hier ist mal ein Ueberblick ueber das, was wir machen werden.
Als erstes werden wir am Samstag das Amish Country besuchen. Dort bleiben wir nur relativ kurz. Die Amische leben wie vor 150 Jahren, kleiden sich entsprechend, haben keine Elektrizitaet, Autos, etc. Danach fahren wir nach CEDAR POINT! Cedar Point wurde als der beste Vergnuegungspark der Welt eingestuft und hat viiieeele Achterbahnen. Dort werden wir von etwa 17:00 Uhr bis 23:30 Uhr sein. Am Sonntag werden wir dann fuer etwa 5 Stunden die Niagarafaelle besichtigen und dort auch die Moeglichkeit haben, nach Kanada zu reisen. Da Kanada von Deutschen kein Visum verlangt, ist das fuer mich ohne Probleme moeglich (sofern ich die amerikanischen Visumsinformationen mitnehme. Ansonsten komme ich nicht wieder zurueck…). Am Montag werden wir dann die Rock’n'Roll-Hall of Fame besichtigen und hinterher die Moeglichkeit haben, in einer Mall zu shoppen. Am Montag Abend werden wir zurueckkehren.
Insgesamt werden wir vier Staaten durchqueren: Cleveland, New York State, Ohio und Pennsylvania. Die Naechte werden wir in Motels verbringen.
Verfasst von Bastian Meyer am Mittwoch, 1. Oktober 2008, 03:50
Da mir etwas langweilig war, habe ich mal an den Einstellungen des Blogs rumgespielt. So sind jetzt links die neuesten Artikel aufgelistet, ausserdem ist eine Stichwortwolke vorhanden, die alle benutzten Kategorien enthaelt. Diese habe ich auch noch mal ueberarbeitet, sodass man jetzt zum Beispiel beim Klick auf „Fotos“ alle Beitraege angezeigt bekommt, die Fotos enthalten. So sollte das Suchen nach bestimmten Artikeln einfacher werden. Zusaetzlich habe ich die „Ueber mich“-Seiten ueberarbeitet und eine Seite eingefuegt, die die Tags, die bei den Kommentaren moeglich sind, erklaert. Dort duerft ihr auch die Tags ausprobieren.
Die Statistiken sind auch ganz ordentlich, allein am 30. September hatte ich ueber 60 Aufrufe (ohne mich), der ganze September sogar fast 400. Nur der Oktober laesst bisher zu wuenschen uebrig . Die woechentlichen Zugriffe nehmen insgesamt zu; der bisher groesste Zuwachs war in der Woche vom 15. bis zum 21. September mit 243% im Vergleich zur Vorwoche. Es ist schon erstaunlich, wie viele den Blog lesen, dafuer, dass ich am Anfang nur Mama und Papa den Link geschickt habe.