Bastians USA-Blog

War da nicht mal ein Austauschjahr…?

Archiv für September 2008

Die achte Woche

Verfasst von Bastian Meyer am Dienstag, 30. September 2008, 03:45

Diesmal kommt der Eintrag sogar schon frueher! Da ich im Moment sonst nichts zu tun habe, kann ich euch bereits einen Tag frueher das Neueste mitteilen.

Der Trip nach Michigan war wunderschoen, ich habe ueber 250 Fotos gemacht. Einige sind unten, die anderen hebe ich mir fuer schlechte Zeiten auf.
Am Freitag sind wir bereits um 12:00 Uhr nach Michigan losgefahren, sodass ich die Schule (leider) schon um 11:00 Uhr verlassen musste. Nach ca. drei Stunden Fahrt sind wir bei Jon, Rachel, Jenna und JJ in Hudsonville bei Grand Rapids angekommen. Am Abend waren wir zu der Goldenen Hochzeit von einem von Phyllis’ Bruedern eingeladen, danach haben wir noch die Praesidentendebatte sehen koennen.

Am Samstag sind wir nach dem Fruehstueck ohne Rachel, die mit Freundinnen bis Sonntag unterwegs war, zu einem See gefahren, wo Dan und Ruth (Jons Bruder) ein sehr schoenes Ferienhaus haben. Nachdem wir dort angekommen waren, kamen auch die beiden, und kurz darauf auch deren Sohn Mike mit Frau Suney und ihren Kindern Faith und Bella. Das Wetter war wirklich wunderschoen und es war sogar so warm, dass wir noch im See schwimmen konnten. Die Wassertemperatur war in etwa die, die wir sonst im Sommer haben… Wir waren u.a. auch Kajak fahren und mit dem Jeep von Dan auf Feldwegen unterwegs.

Am Sonntag waren wir dann morgens in der Kirche, diesmal gab es sogar zwei Taufen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es in den Christian Reformed Churches keine Kerzen gibt, nicht einmal eine Osterkerze. Gegen 15:00 Uhr Eastern Time (Sechs Stunden von euch) sind wir dann zurueckgefahren und dann gegen 17:20 Uhr Central Time (sieben Stunden, normale Zeit) wieder hier angekommen. Nach zwanzig Minuten ging es dann direkt weiter zum Abendgottesdienst.

Gleich werde ich noch zuhause anrufen und Birte gratulieren (muessen). Auch schonmal auf diesem Weg – auch wenn du das erst spaeter liest – herzlichen Glueckwunsch! Alles Gute zum 14. Geburtstag!

Ab morgen werde ich auch noch weitere Infos zum naechsten Wochenende erhalten. Wir werden am Samstag Morgen losfahren. Gegen Mittag werden wir fuer zwei bis drei Stunden das Amish Country besuchen und danach nach Cedar Point fahren. Dort haben wir dann von ca. 17:00 Uhr bis Mitternacht Zeit, alle moeglichen Achterbahnen auszuprobieren. Am Sonntag geht es dann weiter zu den Niagarafaellen und am Montag werden wir erst die Rock’n'Roll Hall of Fame besichtigen und danach Zeit haben, in einer Mall Geld auszugeben. Die Kamera werde ich natuerlich mitnehmen.

Per Email habe ich wieder einige Fragen erhalten, hier die Antworten:

Hast du dich an das Verstehen gewöhnt? - Ja, ich verstehe eigentlich alles, teilweise muss ich nur einige Woerter nachschlagen.
Hat dich die Umgangssprache sehr überrascht? - Dadurch, dass hier alle christlich sind, ist die Umgangssprache nicht wirklich schlimm, und die Umgangssprache, die ich hier so hoere, hat mich nicht ueberrascht.
Wie sind die amerikanischen Schüler im Vergleich zu den Oldenburgern? – Im Grunde gleich. Also sehr nett und freundlich.
Wann musst du morgens aufstehen? – 6:20 Uhr, also ganz angenehm.
Wie kommst du zur Schule? – Jon oder Phyllis bringen mich hin und holen mich normalerweise auch wieder ab, manchmal muss ich aber auch mit dem Fahrrad zurueckfahren.
Wieviel Unterricht hast du? - Taeglich fuenf unterschiedliche Faecher von insgesamt 7:55 Uhr bis 15:00 Uhr.
Machst du viel Sport? – Im Moment nicht, ich achte aber darauf, nicht zuviel zu essen. Sobald Baseball-Saison ist, werde ich es wahrscheinlich machen.
Kommst du mit dem Geld zurecht? – Ohne Probleme.
Wie ist das Essen? – Suesser und teilweise ungewohnt, insgesamt aber gut.
Isst du in der Schule? – Ja, wir haben taeglich gegen 12:00 Uhr Lunch, Dienstags auch immer warmes Essen, das wir dort kaufen koennen.
Hat dich das Heimweh schon einmal gepackt? – Nein, bisher noch nicht. Besonders auf meine Schwestern kann ich gut verzichten ;-)

Weitere Fragen sind natuerlich immer willkommen.

Ich habe vor, in ein oder zwei Tagen die Tags, die bei den Kommentaren moeglich sind, auf einer extra Seite hier zu erklaeren. Angefangen habe ich bereits, allerdings dauert es doch relativ lange.

Wie gesagt, mehr Fotos gibt es in schlechten Zeiten.

Woche 8/44

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Die siebte Woche – Teil 2

Verfasst von Bastian Meyer am Freitag, 26. September 2008, 02:27

Hier jetzt Woche 7.2

Ich habe es doch jetzt endlich mal geschafft, ein Foto von Jon, Phyllis und mir zu machen. Es ist wie immer unten. Vielen Dank für eure Kommentare, hier die Antworten:

1. Den Wellnesskurs werde ich voraussichtlich nicht machen, da gleichzeitig Physik ist.

2. Ich bin im 12. Jahrgang, weil ich hier so eingestuft wurde. Das Schulsystem ist hier anders und insgesamt leichter; und da meine Noten der letzten Jahre gut genug waren, bin ich hier ein Senior.

3. Fotos von meiner Schule werden auch noch folgen, ich vergesse nur immer meine Kamera.

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Die Tags, die man bei den Kommentaren machen kann, werde ich demnaechst mal erklaeren. Teilweise weiss ich so, was sie bewirken, teilweise muss ich es erst noch ausprobieren. Ich werde dann eine extra Seite auf diese Webseite einfuegen.

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Morgen Mittag werden wir nach Michigan fahren und dort bis Sonntag bleiben, solange gibt es also voraussichtlich keine Neuigkeiten.

Das Wochenende drauf bin ich von Samstag, 4.9., bis Montag, 6.9., auf einem Trip u.a. zu den Niagarafaellen und Cedar Point, wo der groesste Freizeitpark der USA ist.

Zu beiden Trips werde ich natuerlich meine Kamera mitnehmen (sofern ich sie nicht vergesse) und Fotos machen. Zum zweiten Trip schreibe ich naechste Woche noch mehr.

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Es gibt auch neues zum Thema Gastfamilie: Im Oktober werde ich umziehen. Das genaue Datum werden wir relativ spontan festlegen, ich schaetze aber mal, dass es der Einfachheit halber ein Wochenende sein wird. Mein neues Zuhause wird bei den Hubers sein. Triesa Hubers ist meine Composition-Lehrerin, ihr Mann ist Mark. Insgesamt haben sie (glaube ich) sechs Kinder, wobei mindestens zwei schon ausgezogen sind (aber auch hier bin ich mir nicht sicher). Sohn Nathan ist ebenfalls Senior. Insgesamt soll es bei ihnen wesentlich lebendiger sein, wie alle, mit denen ich bisher darueber gesprochen habe, meinten. Jon und Phyllis meinten auch, dass es ihnen schwer fiele, mich „abzugeben“.

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So langsam beginnt hier auch der Indian Summer. Die Baeume werden langsam bunt, die Sonne steht tiefer und es wird langsam kuehler (es ist aber immer noch sehr warm). Sobald der Herbst hier richtig sichtbar ist, mache ich natuerlich Fotos.

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Phyllis ist Lehrerin an der DeMotte Christian School, einer Junior Highschool (Jahrgaenge 5 bis 8). Dort arbeitet sie drei Tage die Woche mit Kindern, die Probleme in der Schule haben.

Jon ist pensioniert. Er war Englischlehrer an der Illiana Christian High School.

Woche 7/44

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Die siebte Woche – Teil 1

Verfasst von Bastian Meyer am Dienstag, 23. September 2008, 22:30

So, aus Zeitmangel gibt es heute nur einen kleinen Zwischenbericht, der restliche Teil folgt dann wahrscheinlich morgen oder uebermorgen (Donnerstag und Freitag bei euch).

In dieser Woche ist nichts besonderes passiert. Allerdings sind gestern die Schulfotos angekommen. Das Ergebnis ist unten zu sehen. Im naechsten Eintrag werden eigene Fotos von mir kommen.

Zu den drei Fragen in den Kommentaren zur sechsten Woche:

1. Es gibt auch noch andere Mehlsorten hier.

2. Ich schaetze mal, dass es im Biologie-Unterricht auch die Evolutionslehre gibt, allerdings kann ich dazu nichts genaueres sagen, da ich Bio nicht habe. Und auch zu den Inhalten des Wellnesskurses kann ich (bisher) keine Angaben machen. Sobald ich naeheres herausgefunden habe, werde ich es natuerlich hier verbreiten.

3. Siehe hier: Wikipedia.de (drauf klicken)

Woche 7/44

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Die sechste Woche

Verfasst von Bastian Meyer am Dienstag, 16. September 2008, 23:23

So, diese Woche ist mal wieder ein bisschen mehr passiert!

Ein kleiner Nachtrag noch zum letzten Eintrag. Der Wellnesskurs kostet kein Geld. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich ihn nur mache, wenn ich von denen, die hinterher mein erlerntes Wissen testen, Geld fuer mich bekomme.

Mi, 10.09.2008: In der Schule war ein Sponsorenlauf. Ich weiss nicht, wie lang die Runden waren, aber ich schaetze mal jeweils eine Meile. Ich habe acht geschafft.

Do, 11.09.2008: Die immer noch vorhandene Trauer nach den sieben Jahren spuert man wirklich ueberall.

Sa, 13.09.2008: Am Abend war ein Treffen aller Austauschschueler aus der Umgebung. Dafuer musste jeder ein landestypisches Gericht zubereiten. Ich habe ein Brot gebacken (Bild unten) und dazu Aufschnitt und Kaese mitgebracht. Insgesamt waren ueber 100 Schueler plus Gastfamilien da, sodass es eine grosse Auswahl an Essen gab. Andere Staaten waren unter anderem Korea, Brasilien, Italien, Norwegen, Belgien und Frankreich.

So, 14.09.2008: Von Samstag bis Sonntag Mittag hat es die ganze Zeit geregnet, die meiste Zeit sogar sehr stark. Grund war Hurrikan Ike im Sueden der USA.

Mo, 15.09.2008: Seit heute ist ein weiterer Austauschschueler an unserer Schule. Timo ist aus Koeln und bleibt ein halbes Jahr hier. Mir ist es garnicht so einfach gefallen, Deutsch mit ihm zu sprechen; es rutschen immer wieder einige englische Woerter mit rein (und auch hier ist es mir schwergefallen, „englische“ nicht wie im Englischen gross zu schreiben…).

Strassenverkehr

Jetzt mal ein bisschen zum Strassenverkehr. Fahrraeder sind hier nicht wirklich ein Verkehrsmittel, sondern eher ein Sportgeraet. Fahrradwege gibt es eigentlich keine. Die Strecken werden alle mit dem Auto zurueckgelegt. Autofahren kann man hier mit 16, der Fuehrerschein kostet hier nur 15$. Ob und wann ich den machen kann, weiss ich nicht; die naechste Fahrschule ist etwas weiter weg.

Um es den Leuten so einfach wie moeglich zu machen, gibt es einiges, das man durch das Autofenster erledigen kann. So hat z.B. die Buecherei ein „Drive In“, wo man die ausgeliehenen Buecher einwerfen kann, um sie so zurueckzugeben, und auch einige Banken haben diese „Drive In“s. Per Rohrpost wird z.B. einfach der einzuloesende Scheck rein- und das Geld wieder zurueckgeschickt.

Die Sicherheit der Schueler wird hier sehr ernst genommen. In der Schule muessen zu erst alle Busse losgefahren sein, bevor die Schueler, die mit dem eigenen Auto gekommen sind oder die abgeholt werden, das Gebaeude verlassen duerfen. Schulbusse selber sind mit einem Dauerblinklicht auf dem Dach ausgestattet und haben ein Stoppschild an der linken Seite. Wenn der Bus bremst, um Schueler aufzusammeln oder auszusetzen, blinkt zuerst an der Rueckseite ein gelbes Warnlicht. Wenn er dann stoppt, faehrt das Stoppschild aus, auf dem auf beiden Seiten „Stop“ steht, und das gelbe Warnlicht wird rot. Dann hat der komplette Strassenverkehr zu halten, soviel die Autos hinter dem Bus als auch die, die ihm entgegenkommen. Erst wenn der Bus wieder weiterfaehrt, ist die Strasse wieder frei. Ich habe keine Ahnung, wie hoch die Strafen sind, wenn man sich nicht dran haelt, aber ich schaetze mal, dass es teuer wird.

Apropo teuer: Benzin ist, auch wenn sich alle Amerikaner beschweren, immer noch billiger als in Deutschland. Momentan kostet eine Gallone (3,78 Liter) etwa 4,30$.

Woche 6/44

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Die fuenfte Woche

Verfasst von Bastian Meyer am Dienstag, 9. September 2008, 23:00

Die fuenfte Woche ist inzwischen auch schon rum… Und da nichts besonderes passiert ist, gibt es diesmal auch keine Tage, sondern nur Allgemeines.

Nachdem ich heute eine Email mit insgesamt 23 Fragen unter anderem noch zur Schule bekommen habe, noch mal einige Erlaeuterungen.

Obwohl es eine christliche Schule ist, gibt es hier Biologieunterricht. Im Grunde gibt es alle Faecher, die es bei uns auch gibt, allerdings kann jeder Schueler selber auswaehlen, welche er belegt. So haette ich z.B. statt Physik auch „Basic Construction“, „Child Development“ oder „Psychology“ waehlen koennen, oder statt Precalculus „Electronics“ oder „Letters of Paul“ (also die Paulus-Briefe aus der „Holy Bible“). Als weitere Sprache gibt es an meiner Schule nur Spanisch, fuer mehr ist sie einfach zu klein. Und es gibt nicht nur „US History“, sondern auch „World History“ (Pflicht fuer alle Freshmen, also Neuntklaessler) und „Church History“. Pflicht fuer die Sophomores (Zehntklaessler) ist Geography, theoretisch muessten also alle wissen, was der Rest der Welt ist. Sport ist fuer 9- und 10-Klaessler Pflicht, fuer Juniors (11. Klasse) und Seniors (12. Klasse, mein Jahrgang) wird er garnicht mehr angeboten. Neben der Band gibt es als musikalisches Fach noch Chor, diese finden aber gleichzeitig statt. Im zweiten Halbjahr wird auch noch „Wellness“ als Fach angeboten. Wenn mein Taschengeld ausreichend aufgestockt wird, werde ich es auch belegen (Birte? Mama?).

Nun zur Kirche: Wie bereits erwaehnt, ist zweimal am Sonntag Gottesdienst. Der erste am Morgen ist etwa 1,5 Stunden, der zweite am Abend ca. 1 Stunde lang. Hier mal ein allgemeiner Ablauf, er unterscheidet sich teilweise recht stark, da es eine Christliche Reformierte Kirche (also von Calvin) ist.

Morgens:

  • Orgelvorspiel
  • Begruessung und Ankuendigungen
  • Eroeffnungsgebet
  • Lied
  • Eroeffnungssegen
  • Begruessung der Gemeindemitglieder untereinander
  • Lied
  • Gebet
  • Lied
  • Gebet (ca. 3 – 5 Minuten)
  • Kollekte
  • Lesung (teilweise ein gesamtes Kapitel)
  • Predigt (20 – 30 Minuten)
  • Gebet
  • Lied
  • Segen
  • Lied
  • Orgelnachspiel

Abendgottesdienst:

  • Orgelvorspiel
  • Begruessung
  • Gebet
  • Lieder
  • Lesung
  • Predigt
  • Gebet
  • Lied
  • Kollekte
  • Gebet
  • Segen
  • Lied
  • Orgelnachspiel

Vor und nach den Gottesdiensten ist immer Zeit, sich mit den anderen Gemeindemitgliedern zu unterhalten. Fotos von der Kirche werden noch mal folgen.

Woche 5/44

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Kleiner Nachtrag

Verfasst von Bastian Meyer am Donnerstag, 4. September 2008, 02:45

Falls es wen interessiert: Die Homepage der Webseite meiner Schule ist http://www.cchrhs.org.

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Die vierte Woche

Verfasst von Bastian Meyer am Dienstag, 2. September 2008, 23:03

Ein Monat ist nun rum, neun verbleiben. Eine kleine Aenderung: Nicht aufgefuehrte Tage haben nicht nicht stattgefunden (ja, das zweite „nicht“ ist richtig), sondern es ist nichts besonderes passiert.

Di, 26.08.2008: Heute werden in der Schule Fotos gemacht; sobald ich sie erhalten habe, werde ich sie hier einstellen.

Do, 28.08.2008: Wegen eines Treffens der Lehrer faengt die Schule erst um 8:45 Uhr an, endet aber trotzdem um 15:00 Uhr. Das Ganze soll es einmal pro Monat geben. Sehr angenehm!

Fr, 29.08.2008: In der Schule sind heute die Spiele der Haeuser (s. unten). Am Abend bin ich mit drei Freunden bei Starbucks. Dort spielen wir Poker. Wieder zuhause, sind auch Phyllis’ und Jons Sohn Jon mit seiner Frau Rachel sowie den beiden Kindern Genna (4) und J-J (kurz fuer Jon Junior, ich glaube 1), da.

Sa, 30.08.2008: Heute ist Jons Geburtstag (der aelteste). Zusammen mit Jon und Jon (die beiden erwachsenen) gehe ich zu einem Tractor-Pulling-Festival (ein grosser, schwerer Anhaenger von starken Autos gezogen (sehr umweltschaedlich)). Dort verbringen wir im Grunde den ganzen Tag.

So, 31.08.2008: Am Vormittag sind wir wieder in der Kirche. Am Nachmittag fahren Jon, Rachel, Genna und J-J wieder nach Hause, danach gehen wir wieder in die Kiriche.

Mo, 01.09.2008: Wegen „Laborday“ (also Tag der Arbeit) ist heute keine Schule. Jon und Phyllis sind den ganzen Tag mit Freunden an einem See, ich bleibe zuhause, da ich unbedingt Hausaufgaben erledigen muss… Am Abend gehe ich mit Freunden bowlen.

Schule

Schule macht erstaunlicherweise Spass. Hier mal ein kleiner Ueberblick ueber die Faecher und alles sonstige.

Band: Band ist ein richtiges Schulfach und wird auch bewertet. Zweimal pro Halbjahr finden Konzerte statt. Momentan spielen wir unter anderem den „Mars“ aus den „Planeten“ von Gustav Holst, „Get smart“, „Feel the Spirit“, und „Ave verum corpus“ von W. A. Mozart. Zusaetzlich zu den fuenf Stunden gemeinsame Probe pro Woche muss mindestens eine Stunde extra geuebt werden.

Composition: Pro Woche schreiben wir hier einen Text. Die Art des Textes ist immer unterschiedlich, diese Woche ist es ein Kurzbericht. Momentan ist Compostion mein Lieblingsfach.

Physics: Ganz normaler Physikunterricht. Bisher ist alles recht einfach, Thema war das metrische System… Auch ansonsten scheint es recht leicht zu werden, da ich alles schon hatte. Der Kurs hat ganze sieben Schueler…

Precalculus: Mathematik. Auch hier hatte ich das meiste schon, sodass es relativ einfach ist.

Government: Das politische System der USA. Begonnen haben wir mit Eigenschaften von Staaten allgemein sowie Formen von Regierungen und Staaten. Demnaechst wird soweit ich weiss der Abgeordnete des Repraesentantenhauses fuer unseren Bereich kommen.

English: Englisch wird wohl das schwierigste Fach, da wir britische Literatur behandeln werden. Begonnen haben wir mit Beowulf, den wir aber schon durch haben.

U.S. History: Die Geschichte der USA. Momentan behandeln wir gerade die Entdeckung und erste Besiedlung Amerikas durch Europaeer.

Study Hall: Eindeutig das leichteste Fach. Es ist eigentlich nur dazu da, Hausaufgaben zu machen. Damit auch kein Fach. Ist aber sehr angenehm, da dadurch mehr Zeit fuer anderes am Nachmittag bleibt.

Die Schule faengt normalerweise um 7.55 Uhr an und endet um 15:00 Uhr.

Covenant Christian High School ist eine private christliche High School mit 114 Schuelern. Jeden Mittwoch ist eine kleine Andacht. Alle Schueler sind in einem von vier Haeusern (aehnlich wie in Hogwarts). Jeden Freitag findet dann ein Turnier in einer bestimmten Sportart zwischen den Haeusern statt. Nach bestimmten Kriterien gibt es dann Punkte. Das Haus mit den meisten Punkten am Ende eines Quartals erhaelt dann einen Preis.

Was ich an amerikanischen Schulen sehr angenehm finde, sind die Schliessfaecher, die jeder Schueler bekommt. Darin kann man dann die Sachen lassen, die man grade nicht braucht. So braucht man das nicht alles mit sich rumschleppen und kann auch die Buecher dort lassen, wenn man sie nicht fuer die Hausaufgaben braucht.

Die Buecher sind alle unglaublich dick. Das Englischbuch hat ueber 1500 Seiten, und auch die anderen sind mindestens 300 Seiten dick.

Hausaufgaben werden immer eingesammelt und bewertet.

An der Schule gibt es das sogenannte RenWeb, ein spezielles Netzwerk, in dem jeder Schueler einen eigenen Bereich hat. Dort tragen die Lehrer die Noten ein, sodass man immer weiss, wie man gerade steht. Sehr angenehm!

Das Gebaeude der Schule ist langweilig. Es hat einen rechteckigen Grundriss. Allerdings sind die Wege sehr kurz. Fotos werden irgendwann mal folgen.

Eine kleine Aenderung noch: Ab sofort koennen Kommentare hinterlassen werden. Wer moechte, darf sich gerne auch so bei mir melden.

Woche 4/44

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