So, jetzt bin ich endlich in den USA und die erste von 44 Wochen ist bereits rum! Die Eintraege werden vorraussichtlich einmal die Woche, wahrscheinlich Dienstags, ohne Umlaute kommen.
Di, 05.08.2008: Um 4.30 Uhr ist die Nacht zu Ende und die Fahrt nach Bremen zum Flughafen beginnt. Dort angekommen, checke ich ein. Nach und nach kommen auch alle anderen Austauschschueler, die von Bremen fliegen, an. Dann folgt die grosse Verabschiedung und das Boarding beginnt. Nach 40 Minuten Flug kommen wir in Frankfurt an. Nachdem alle anderen Schueler da sind, geht es auch hier ans Boarden und wir fliegen leicht verspaetet ab (der Flug war ueberbucht…). Nach 8 Stunden kommen wir trotzdem vor der geplanten Zeit an und begeben uns zu den Einreiseschaltern und zur Zollkontrolle, die wir aber problemlos ueberstehen. Danach werden wir von PAX-Mitarbeitern (PAX ist die amerikanische Partnerorganisation von ICX) empfangen und fahren mit dem Bus zur „Adelphi University“, wo wir die naechsten drei Tage sein werden. Dort bekommen wir noch einige Informationszettel und ein PAX-Tshirt und werden dann auf die Zimmer verteilt. An diesem Abend gehen alle aus verstaendlichen Gruenden frueh zu Bett.
Mi, 06.08.2008: Heute heisst es frueh aufstehen, da eine Stadtbesichtigung von New York den ganzen Tag einnimmt. Nach dem Fruehstueck werden wir in mehrere Gruppen aufgeteilt. Meine Gruppe faehrt als erstes zum Empire State Buildung und dort mit dem Fahrstuhl nach oben. Eine fantastische Aussicht, obwohl es neblig ist. Man kann sogar die Freiheitsstatue erkennen. Danach geht es weiter zum Rockefeller-Center, das wir aber nur von aussen besichtigen, und von da zum Times Square. Dort essen wir im Planet Hollywood, einem Restaurant, das alle moeglichen Film-Requisiten besitzt. Danach geht es weiter zum Central Park, in den wir gehen. Wir besichtigen allerdings nur einen kleinen Teil, naemlich „Strawberry Fields“, direkt gegenueber dem Haus, in dem John Lennon wohnte und vor dem er erschossen wurde. Danach geht es weiter nach Chinatown und Little Italy, wo wir 45 Minuten Zeit haben, diese zu besichtigen. Als auch dies geschafft es, geht es mit dem Bus an Ground Zero, wo das WTC stand, vorbei zum Hafen, wo wir mit den anderen Gruppen eine Bootstour zur Freiheitsstatue unternehmen. Hinterher haben wir noch Zeit, am Hafen zu essen, bevor es wieder zur Uni geht, wo alle erschoepft ins Bett gehen.
Do, 07.08.2008: Heute stehen Workshops und Seminare an. Themen sind unter anderem: Heimweh, Erwartungen und Aengste. Am Abend gibt es ein echtes Barbeque und eine Disco.
Fr, 08.08.2008: Diesmal ist die Nacht schon um 3.30 Uhr zu Ende, da der Flug um 6.00 Uhr geht. Nach der Busfahrt zum Flughafen La Guardia und dem Einchecken, geht es auch gleich ins Flugzeug. Waehrend des Startes kann man nochmal New York sehen. Besonders der exakt rechteckige Central Park zwischen den ganzen Hochhaeusern sieht genial aus. Nach etwa einer Stunde landen wir in Detroit, von wo eigentlich der zweite Flug nach Chicago um 9.00 Uhr starten soll, aber da die Maschine einen Motor-/Maderschaden hat, muessen wir ein anderes Flugzeug nehmen, sodass wir zwei Stunden zu spaet losfliegen. Endlich in Chicago angekommen, werde ich von Jon Huisman (gesprochen: Heissmaen), meinem vorlaeufigen Gastvater empfangen. Seine Frau Phyllis ist zur Zeit in Washington State bei einer ihrer Toechter und wird am 15. August wiederkommen. Nachdem das Gepaeck im Auto verstaut ist, geht es nach Wheatfield. Zwischendurch halten wir noch bei zwei Laeden (einer ist Aldi) und einem Fast-Food-Restaurant. Zuhause angekommen, zeigt Jon mir das Haus und mein Zimmer und ich packe meine Koffer aus. Das Haus ist relativ klein, aber sehr schoen und liegt von Baeumen umgeben etwas abseits vom Highway. Spaeter fuehrt Jon mich durch den Garten und zeigt mir sein kleines Feld, auf dem er groesstenteils Erbsen anbaut.
Sa, 09.08.2008: Heute fahren wir mit dem Fahrrad nach DeMotte, der Stadt, in der Jon und Phyllis eigentlich alles unternehmen. Dort ist Fair, eine Art Volksfest, mit Parade. Dort macht mich Jon schon mit vielen Leuten bekannt.
So, 10.08.2008: Um 9.30 Uhr ist der erste von zwei Gottesdiensten an diesem Tag in der Kirche (reformierte Kirche). Danach sind wir bei den Schwiegereltern von Jons Sohn zum Mittag eingeladen und um 18.00 Uhr findet dann der zweite Gottesdienst statt. Danach bringt mich Jon zu einigen meiner Mitschueler, deren Eltern ein Treffen organisiert haben.
Mo, 11.08.2008: Heute geht es zur „Sale Barn“, einem Auktionshaus fuer alle Tiere sowie Heu und Streu , Stroh und so. Dort verkaufen wir einige Huehner und ein paar Ziegen. Am Abend sind wir zum Essen bei Freunden von Jon und Phyllis eingeladen.
Eindruecke:
Insgesamt: Es ist wirklich klasse hier. Alle sind sehr freundlich und viele waren schon mal in Deutschland oder haben Vorfahren von dort und koennen evtl. sogar das ein oder andere Wort Deutsch.
Essen: Suess! Alles ist wesentlich suesser hier und die Saefte sind fast schon Sirup. Zum Fruehstueck gibt es eigentlich ueberall suesse Cornflakes, und Mittag- und Abendessen sind teilweise recht interessante Zusammenstellungen: Gruene Bohnen, Chips, Pudding (sehr suess), Hamburger. Es schmeckt zwar, aber mir fehlt jetzt schon richtiges Brot. Besonders nett finde ich die Butter aus der Spraydose.
Autos: In Amerika werden wirklich fast alle Strecken mit dem Auto zurueckgelegt und auch Jugendliche haben schon ihre eigenen Autos, die meistens gut aufgemotzt sind. Allerdings gibt es auch noch Autos mit Blechschaeden auf den Strassen, die in Deutschland gar nicht zugelassen werden.
Fernsehen: Der Fernseher laeuft bei den meisten wirklich den ganzen Tag ueber, auch wenn keiner guckt. Die Fernsehwerbung ist groesstenteils wesentlich einfallsreicher als die Deutsche.
Kirche: Hier sind sehr viele christlich. Bei vielen wird vor und nach jedem Essen gebetet und nach dem Essen aus der Bibel gelesen. Auch die Jugendlichen scheinen sehr christlich zu sein.
Fotos: (Fotos vom Haus folgen spaeter)
Wenn es irgendwelche Fragen gibt, bin ich unter bastian-meyer@ewetel.net zu erreichen. Falls mich einer mit einer Spende unterstuetzen moechte, kann er das gerne machen. Naeheres dazu bitte an meine Eltern (jochen-meyer@ewetel.net bzw. baerbel-meyer@ewetel.net).
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